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Newsletter # 1 19. Januar 2026 |
Liebe Mitglieder, liebe Filmfreund*innen und Kinobegeisterte,
dieser Newsletter beginnt mit der traurigen Nachricht über den Tod von Jochen Pollitt und einem Nachruf von Erwin Heberling, der ihm persönlich sehr verbunden war.
Ich möchte den Newsletter an dieser Stelle für eine kurze Begrüßung nutzen. Seit Anfang Januar bin ich im Film- und Kinobüro Hessen und habe die Geschäftsführung von Erwin übernommen, der uns als Projektleiter des Kinosommer Hessen weiterhin eng verbunden bleibt.
Derzeit lerne ich die vielfältigen Projekte und Aktivitäten kennen, die Erwin mit seinem engagierten Team in den vergangenen Jahren aufgebaut hat – eine spannende Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.
Wichtig ist mir auch der persönliche Austausch, Sie und euch mit eurer Film-, Festival- und Kinoarbeit kennenzulernen, gerne bin ich telefonisch oder per Mail erreichbar. Viele von Ihnen und euch kenne ich aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Filmkultur. Seit den frühen 1990er-Jahren war ich in unterschiedlichen Bereichen tätig, unter anderem bei der FSK, der SPIO, bei TATORT EIFEL, dem FernsehKrimiFestival und bei der FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung, die ich in den letzten 18 Jahren als Direktorin geleitet habe.
Ich bin sehr herzlich in der Frankfurter Bürogemeinschaft aufgenommen worden und blicke mit Neugier und Freude auf die kommenden Aufgaben in der hessischen Film-, Kino- und Festivalkultur, die mir sehr am Herzen liegt.
Viel Spaß beim Lesen des Newsletters.
Herzliche Grüße
Bettina Buchler
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„The show must go on“ – In Erinnerung an Jochen Pollitt
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Freddie Mercurys berühmter Song bringt die Widersprüchlichkeit, die sein Leben als Frontman bis hin zu seiner Krankheit prägte, zum Ausdruck. Die Message, allen Widrigkeiten zum Trotz den Lebensmut nicht zu verlieren und immer nach vorne zu blicken, gilt auch für Jochen, der sich von nichts und niemandem unterkriegen ließ.
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Wenn es irgendwie ging, war er bei allem, was ihm wichtig war, dabei. Ganz oben auf seiner Liste standen die vielen CSDs, bei denen er dank seines Outfits immer zu den buntesten Tupfern zählte. Auch mit Gründung des Queerfilmfests Weiterstadt setzte er sich für sexuelle Gleichberechtigung ein. Unzählige Male fuhr er zu Protesten in den über 100 km entfernten, wegen der A49-Erweiterung mittlerweile zerstörten Dannenröder Forst und engagierte sich gegen den zunehmenden Rechtsruck. Feierfreudig wie er war, gehörte das an Bierbrauereien reiche Bamberg zu seinen regelmäßigen Zielen. Selbstverständlich organisierte er auch im letzten Sommer das Open-Air-Kino nicht weit vom heimischen Kommunalen Kino in Weiterstadt, dessen Zukunft ihn bis zuletzt sehr beschäftigte. Auch das in dieser Woche stattfindende Filmfest Saarbrücken wollte er, wie viele andere Festivals im In- und Ausland, wieder besuchen.
So vieles hatte er sich vorgenommen für das neue Jahr, in dem mit dem Open-Air-Filmfest (50 Jahre) und Queerfilmfest (30 Jahre) gleich zwei Weiterstädter Jubiläen anstehen, doch sein von Behandlungen geplagter Körper wollte ihm nicht mehr folgen. Nun ist es an uns, die wir uns erstmal wieder fassen müssen, in seinem Sinne weiterzumachen. „I’ll have to find the will to carry on“ heißt es paradigmatisch an anderer Stelle in dem erwähnten Queen-Song. Bleiben wir mutig und lebensfroh und wenn wir uns dafür einsetzen, in einer multikulturellen, bunten und solidarischen Gesellschaft leben und feiern zu können, ist eins sicher: Wir tun dies auch für Jochen.
Auf der Webseite von Rainer Lind gibt es ein schönes Interview mit Jochen zum hessischen Kinopreis 2015.
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Die Filmbüro Abspielringe vom 15. Januar bis 11. März 2026
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In 2026 beginnt " Filmkunst in Hessen" mit den folgenden Arthouse-Highlights: - AMRUM - DIE MÖLLNER BRIEFE - HERZ AUS EIS - LOLITA LESEN IN TEHERAN - MIT LIEBE UND CHANSONS - MOTHER'S BABY - SENTIMENTAL VALUE - THERAPIE FÜR WIKINGER Zu sehen in diesen Kinos: Filminsel, Biblis CasaBlanca, Bad Soden Novum Kino, Büdingen Cine Royal, Fritzlar Kommunales Kino, Ginsheim-Gustavsburg Cine K, Korbach Lichtspielhaus Lauterbach Cinema, Wolfhagen Kreml-Kulturhaus, Zollhaus
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Die erste Runde "Filmhits für Kinokids" startet mit den folgenden Highlights:
- AB MORGEN BIN ICH MUTIG - ALLES VOLLER MONSTER - CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND - LARS IST LOL - MICHEL IN DER SUPPENSCHÜSSEL - PUMUCKL UND DAS GROSSE MISSVERSTÄNDNIS - ZOOMANIA 2
Zu sehen in diesen Kinos: Mal Seh’n Kino, Frankfurt Filmforum, Frankfurt-Höchst Capitol Filmkunsttheater, Marburg Kreml-Kulturhaus, Zollhaus Lichtblick, Mörfelden-Walldorf CasaBlanca, Bad Soden, Filmladen, Kassel
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Kulturberatung Hessen für Film-, Kino- und Medienschaffende wird 2026 fortgesetzt!
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Wir freuen uns, dass die Kulturberatung Hessen für Film-, Kino- und Medienschaffende auch 2026 fortgesetzt wird. Aufgrund von Mittelkürzungen können aber leider kaum Seminare angeboten werden.
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Africa Alive Festival: 29. Januar bis 22. Februar 2026
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Das Filmprogramm der 32. Ausgabe von Africa Alive präsentiert sowohl aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme als auch Filmklassiker.
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Dazu gibt es ein Begleitprogramm mit Eröffnungskonzert von Melane am Samstag, 31. Januar, in der Brotfabrik.
Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem Regisseur Souleymane Cissé gewidmet, der im Februar 2025 im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Festival auf den Sudan und die Entwicklungen der vergangenen Jahre, die vom Bürgerkrieg und Vertreibungen geprägt sind, und insbesondere in zwei Dokumentarfilmen, KHARTOUM (2025) und SUDAN, REMEMBER US (2024), thematisiert werden.
Alle Informationen zum Programm und zu den Spielorten gibt es auf der Africa-Alive-Webseite.
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Neben dem Themenschwerpunkt zur 40-jährigen Geschichte der hessischen Filmförderung, beschäftigt sich die neueste Ausgabe der Zeitschrift des Filmhaus Frankfurt mit der schwierigen Auftragslage für hessische Produktionsfirmen, mit den 50-jährigen Jubiläen des Bundesverband kommunale Filmarbeit und des naxos.Kino.
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Hessen Film & Medien veröffentlich Förderbilanz von 2024
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Die Hessen Film & Medien GmbH hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht. Mit insgesamt 10,15 Millionen Euro hat die hessische Filmförderung 375 Film- und Medienprojekte gefördert, davon flossen 4,8 Millionen Euro in die Produktion von neuen Filmen und Serien.
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Landkreis Gießen fördert ‚Kinokultur auf dem Lande‘
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Einen symbolischen Scheck über 5.000 Euro für das Kino Grünberg und einen über 10.000 Euro für das Kino Traumstern in Lich übergab Landrätin Anita Schneider kürzlich an die Lichtspielhaus-Betreiberin in Grünberg Edith Weber sowie an Hans Gsänger und Edgar Langer vom Kino Traumstern.
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STELLENANGEBOTE (Festivals, etc.)
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Taunus Filmfest Oberursel sucht ehrenamtliches Social Media Management
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Du möchtest dich engagieren und Einblick in ein wachsendes hessisches Filmfestival erhaten? Dann melde dich per Mail bei der Taunale!
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28. Filmtage Globale Perspektiven: Freie Mitarbeit /Werkstudierende für Social Media und Festivalorganisation gesucht
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Die Filmtage Globale Perspektiven sind eine biennale Konferenz mit Film- und Rahmenprogramm für die kulturelle und politische Film- und Bildungsarbeit zu Themen des Globalen Südens. Die Filmtage finden vom 19.- 21. Mai 2026 im DFF und in der Evangelischen Akademie Frankfurt statt.
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Call for Entries: Für Filmempfehlungen und den Filmpreis Globale Perspektiven!
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Die 28. Ausgabe der biennalen Filmtage Globale Perspektiven findet vom 19. – 21. Mai 2026 im DFF und der Ev. Akademie Frankfurt statt.
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Die offene Konferenz mit Filmprogramm und Workshops für Filmschaffende und Aktive in der die kulturellen und politischen Bildungsarbeit ist ein einzigartiges Forum für die Arbeit mit AV-Medien zu den Regionen des Globalen Südens.
Bis 13. März 2026 können Filmemacher*innen und Firmen aktuelle Produktionen aller Genres, Formate und Laufzeiten aus den Jahren 2024 bis 2026 einreichen.
Mehr Infos auf der Webseite der Filmtage.
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Filmfest Osnabrück: Call for Entries
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Vom 06. bis 11. Oktober 2026 findet die 41. Ausgabe des Filmfest Osnabrück – Festival des Unabhängigen Films statt. Das Festivalteam lädt Filmschaffende herzlich ein, ihre Filme für das Programm 2026 in Osnabrück einzureichen.
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Gesucht werden:
- Langfilme (mind. 60 Min.) aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz
- Kurzfilme (max. 20 Min.) national und international
Berücksichtigt werden ausschließlich Filme, die 2025 oder 2026 produziert wurden, noch keinen offiziellen Kinostart in Deutschland hatten und als Osnabrücker Premieren beim Festival gezeigt werden können. Anmeldeschluss ist der 31. März 2026.
Alle Regularien sowie das Einreichformular finden Sie auf der Webseite des Filmfestival Osnabrück.
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Filmfest München: Jetzt Fernsehfilme und Serien einreichen
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Deutsche Fernsehspielfilme und Serien können bis Mittwoch, 11. März 2026 in der Sektion NEUES DEUTSCHES FERNSEHEN beim FILMFEST MÜNCHEN eingereicht werden.
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VERANSTALTUNGSTIPPS in Hessen
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Kino des DFF: Filmerbe digital – Film Preservation Weekend
22. – 25. Januar 2026
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Die Reihe gibt jedes Jahr im Januar einen Einblick in die digitalisierten Schätze aus dem Filmarchiv des DFF. Archiv- und Projektmitarbeiter*innen führen in die Werke ein und liefern Hintergrundinformationen zu den Herausforderungen der Digitalisierungsarbeit.
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Buchpräsentation Weimar, weiblich Lesung mit Kurzfilmprogramm und Live-Musik
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Mittwoch, 28. Januar, 18 Uhr
Nach dem Ersten Weltkrieg nutzten viele Frauen die neuen Berufsmöglichkeiten in der Filmindustrie. Sie wirkten als Drehbuchautorinnen, Kostümbildnerinnen oder Filmarchitektinnen, als Regisseurinnen oder Produzentinnen. Doch wer waren diese Frauen?
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Mal Sehn'n Kino Frankfurt: Sonderveranstaltungen Ende Januar/Anfang Februar
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Sa. 31. Januar um 19.30 Uhr WHITE SNAIL von Elsa Kremser, Levin Peter, A/ D 2025, 115 Min. In Anwesenheit von Regisseurin Elsa Kremser
Masha (Marya Imbro) ist ein Model aus Belarus, das von der großen Karriere in China träumt. Misha (Mikhail Senkov) arbeitet in einer Leichenhalle in Minsk und fängt dort die Verstorbenen in seinen Ölgemälden ein. Diese beiden – jede*r auf eigene Art und Weise – Außenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten, finden schließlich zufällig und auf ungewöhnliche Weise zueinander und streifen gemeinsam durch die warmen Sommernächte der belarussischen Hauptstadt. Dabei eröffnet Misha Masha eine ihr bisher verborgene Welt, in der sich Schönheit und Vergänglichkeit auf irritierende Weise vermischen. Fr. 06. Februar um 19.30 Uhr FASSADENDokumentarfilm von Alina Cyranek, D 2025, 90 Min. In Anwesenheit von Regisseurin Alina Cyranek
Alina Cyranek verdichtet für ihren Dokumentarfilm die Geschichten von vier verschiedenen Frauen zur einer einzigen Erzählung von Schauspielerin Sandra Hüller über häusliche Gewalt. Es geht um die Dynamiken in toxischen Beziehungen, die hinter den verschlossenen Türen ausgeübte Gewalt und ein politisches sowie gesellschaftliches System, das die Augen vor dem Leid der Frauen verschließt. Tickets und Informationen zum aktuellen Programm des Mal Seh'n auf der Webseite des Kinos.
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Highlights im Filmforum Höchst
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Diese besonderen Veranstaltungen warten in den nächsten Wochen im Filmforum Höchst auf euch:
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So 25.01. um 18:15 Jubiläumsfilmreihe: The Piano / Das Piano Jane Campion | FR /Australien 1993 | FSK 12 | 121 Min. | OmU
„The voice you hear is not my speaking voice, but my mind’s voice“, heißt es zu Beginn von Das Piano. Und so ist schon nach wenigen Sekunden klar, dass dies ein sehr intimer Film wird, der uns in den Geist seiner Protagonistin einlädt. Für das sensibel erzählte Drama erhielt die neuseeländische Filmemacherin Jane Campion im Jahre 1993 als erste Frau (!) die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes.
Do 29.01., Do 05.02., Do 12.02., Do 19.02 um 18:30 Satanische Sau Rosa von Praunheim | DE 2025 | FSK 16 | 85 Min.
Rosa von Praunheim ist tot! Nicht nur in diesem Dokuspielfilm, sondern seit Dezember auch im echten Leben. Doch sein Œuvre und ikonischer Status für den deutschen Schwulenfilm sind ungebrochen und leben weiter. Der Filmemacher und Aktivist, der über 150 Projekte realisierte, immer provozierte und seit jeher schwules Leben offen praktizierte, als die Meisten sich noch in der Deckung hielten, porträtiert sich hier selbst in einer lebensbejahenden autobiographischen Grabrede und Lobeshymne an schwule Liebe und Leben (im Alter), im Angesicht des Todes.
Für diese kunstvoll-trashige und gewohnt frivole Farce gewann er bei der letztjährigen Berlinale noch mal den TEDDY-Award für queeren Film.
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Filmhaus Frankfurt: Seminarprogramm 1. Halbjahr 2026 ist online!
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Ein besonderes Highlight ist eine erste Zusammenarbeit mit Autor Alex David, vor allem bekannt durch seine Co-Autorenschaft des Oscar-nominierten Drehbuchs zu SEPTEMBER 5. Er wird ab dem 5. Mai 2026 einen fortgeschrittenen Autor*innenworkshop auf Englisch anleiten.
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FilmPerlenTauchen: Digitales Seminar zur Organisation von Filmveranstaltungen
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22. Januar 2026, Online
17:30-19:00 Uhr
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Für alle Interessierten bietet der BJF ein kostenfreies digitales Seminar rund um das Thema Filmveranstaltung an.
Seminarinhalte: - Auswahl des Filmes für die Zielgruppe - Praxisleitfaden zur Organisation eigener Filmveranstaltungen - Infos & Tipps zu Lizenzen, Filmausleihe und Rechtsfragen - Klärung offener Fragen
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